Pelletproduktion in Deutschland
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Rohstoffe aus der Region
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Holz ist ein wertvoller Rohstoff, der in Deutschlands nachhaltig bewirtschafteten Wäldern reichlich vorhanden ist. Das schafft ideale Bedingungen für die Pelletproduktion. Rund 90 Prozent der Holzpellets werden aus Sägenebenprodukten hergestellt, die hierzulande beim Holzeinschnitt in Sägewerken anfallen. Im Sägewerk bearbeitetes Rohholz wird nämlich nur zu rund 60 Prozent zu Schnittholz verarbeitet. Die übrigen 40 Prozent sind sogenannte Sägenebenprodukte. Dazu zählen Hackschnitzel sowie Sägespäne, aus denen Holzpellets hergestellt werden können. Die übrigen rund 10 Prozent der Rohstoffe der Pelletproduktion stammen aus nicht sägefähigem Rundholz, das beim Holzeinschlag und bei der Durchforstung anfällt. Anders als Sägenebenprodukte erfordern sie zusätzliche Arbeitsschritte, wie Entrinden und Hacken.
2025 sind 7,5 Mio. Tonnen Sägenebenprodukte in Deutschland angefallen. Insgesamt standen mit nicht sägefähigem Rundholz 21,3 Mio. Tonnen Rohstoff zur Verfügung. Davon wurden rd. 4 Mio. Tonnen zu Pellets verarbeitet. Damit wurden aktuell nur rund 19 Prozent des verfügbaren Rohstoffaufkommens für die Pelletproduktion genutzt. Etwa sechs bis acht Kubikmeter Späne werden für eine Tonne Pellets benötigt. Der Rohstoff Holz kann einen wachsenden Pelletmarkt in den kommenden Jahren also gut bedienen.
Heimische Pelletwerke sichern kurze Lieferwege
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mehr als 70 ENplus-zertifizierte Werke in Deutschland
Viele Sägewerke sind im waldreichen Mittelgebirge zu finden. Die Lieferwege der Sägenebenprodukte sind kurz, weil Produktionsstätten für Pellets oft direkt an diese Werke angebunden sind. Knapp 60 Unternehmen betreiben diese Pelletwerke. Es herrscht ein reger freier Wettbewerb mit transparenter Preisbildung.
Die Qualität des Rohmaterials ist entscheidend für das Endprodukt. Deshalb finden entlang des gesamten Herstellungsprozesses Qualitätskontrollen statt - von der Annahme der Späne im Pelletwerk über die Aufbereitung bis hin zum fertigen Pressling.
Seit vielen Jahren hat sich das ENplus-Siegel als anerkannter Pellets-Qualitätsstandard entlang der gesamten Lieferkette etabliert. Regelmäßige Kontrollen bei der Herstellung sowie Sichtkontrollen der Ware, geschulte Fahrer, Rückstellproben und ein dokumentiertes Beschwerdemanagement bei der Anlieferung sichern die Qualität der Presslinge bis in den Lagerraum. Verbraucher erhalten damit Pellets, die zuverlässig für einen effizienten und störungsarmen Heizbetrieb sorgen.
So werden Sägespäne zu Pellets
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Als erstes werden die Holzreste getrocknet, zerkleinert und schließlich durch eine Matrize gepresst. Hierbei stellen unterschiedliche Holzarten und verschiedene Feuchtigkeitsgrade eine Herausforderung für die Verarbeitung dar. Denn nur homogenes Material kann in der Presse verarbeitet werden. Hersteller achten während des Produktionsprozesses darauf, möglichst wenig Energie einzusetzen.
Das Pressen funktioniert ohne chemische Zusätze. Unter hohem Druck werden die Späne durch die Matrize in die typische Zylinderform gebracht. Holzeigenes Lignin und Harz wird durch die dabei entstehende Wärme und restliche Holzfeuchte zum Naturkleber, der die Holzfasern zusammenhält. Lediglich eine Zugabe von max. 1,8 Prozent Presshilfsmitteln wie pflanzliche Stärke ist bei ENplus-Pellets erlaubt. Das Lignin sorgt auch für die glänzende Oberfläche der Pellets. Schließlich wird der Feinanteil von den Pellets gesiebt. Durch eine regelmäßige Kontrolle und interne Analyse der Pellets wird die hochwertige Qualität der Pellets sichergestellt.
Pelletimporte überwiegend aus Nachbarländern
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Die in Deutschland verbrauchten Pellets stammen zum überwiegenden Teil aus Deutschland und aus den unmittelbaren Nachbarländern. Denn Pellethändler entscheiden sich für die kürzesten Transportwege: Ein Werk hinter der Grenze z.B. in Belgien, Österreich oder Tschechien kann für grenznahe Händler näher liegen als das nächste deutsche Pelletwerk, also werden die Presslinge nach Deutschland eingeführt. Importe aus Übersee spielen nur eine geringe Rolle. Über die Herkunft importierter Pellets sind teilweise falsche Informationen im Umlauf, die Verbraucher verunsichern. Dazu gehört, dass Pellets für den deutschen Markt im großen Stil aus den USA oder Kanada importiert würden. Dies kann aber anhand der offiziellen Import- und Exportzahlen leicht widerlegt werden. Im Jahr 2024 wurden 11 Prozent des inländischen Verbrauchs importiert. Einfuhren aus den USA und Kanada waren mit 2,2 Prozent verschwindend gering. Insgesamt werden mehr Pellets aus Deutschland exportiert als importiert.
Holzvorrat stabil
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Nachhaltiges Waldmanagement sorgt dafür, dass der Holzvorrat dauerhaft gesichert ist. Das bedeutet auch, dass das bei der energetischen Nutzung entstandene CO2 gleichzeitig wieder im Wald gebunden wird und damit der CO2-Kreislauf geschlossen ist. Es entsteht keine Kohlenstoffschuld. Gesetzliche Regeln sorgen dafür, dass langfristig nur so viel Holz genutzt wird, wie wieder nachwächst. Trotz Dürre- und Sturmschäden haben die Waldfläche und Holzvorräte in den vergangenen Jahren weiter zugenommen. Um den Folgen des Klimawandels zu begegnen, muss der Wald klimafester werden, indem er aktiv umgebaut wird.