25. September 2026
Deutschland gilt als waldreichstes Land Mitteleuropas. Knapp ein Drittel der Gesamtfläche ist mit Wald bedeckt. Allerdings sind Experten sich einig, dass der Wald als Ökosystem und Erholungsort in Gefahr ist – er muss deutlich vitaler und klimabeständiger werden, um fit für die Zukunft zu sein. Wissenschaftler der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf haben deshalb verschiedene Szenarien berechnet, wie die deutschen Wälder langfristig bestehen und zum Klimaschutz beitragen können.
„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass ein aktiver Waldumbau dringend notwendig ist“, erklärt Martin Bentele, studierter Forstwirt und Geschäftsführer beim Deutschen Pelletinstitut. In vielen Wäldern ist der Holzvorrat zu hoch. Zudem wachsen alte Bäume langsamer und nehmen dadurch weniger CO2 auf, was kontraproduktiv für den Klimaschutz ist. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Wald bei Flächenstilllegungen seine Funktion als CO2-Senke langfristig nicht erfüllen kann. Deswegen ist eine Verjüngung durch den aktiven Umbau der Wälder unverzichtbar. „Die großen Holzmengen, die durch einen aktiven Waldumbau anfallen, stehen als Baumaterial und Ersatz für fossile Brennstoffe bereit“, erklärt Bentele. So kann sowohl eine stoffliche als auch eine energetische Nutzung erfolgen.
Schon heute ist Deutschland europaweit das Land mit der höchsten Pelletproduktion. Die Holznutzung kann langfristig die Kohlenstoffbilanz des Waldes beeinflussen.
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