15. April 2026
Pelletheizungen leisten einen messbaren Beitrag, um Deutschlands Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Die derzeit rund 760.000 installierte Pelletheizanlagen vermeiden jährlich etwa 1,8 Milliarden Litern Heizöl. Das entspricht rund 11,3 Millionen Barrel Rohöl – oder 720 olympischen Schwimmbecken voller Heizöl. Noch dazu haben Pellets einen erheblichen Preisvorteil von derzeit mehr als 40 Prozent im Vergleich zu Heizöl.
„Die Zahlen zeigen deutlich, welchen Beitrag Pelletheizungen bereits heute zur Versorgungssicherheit leisten. Jeder Liter Heizöl, der durch heimische Energie ersetzt wird, reduziert die Abhängigkeit von internationalen Märkten und macht den Wärmesektor widerstandsfähiger – gegenüber Preisschwankungen und geopolitischen Risiken. Das zeigt sich am Ende auch im Geldbeutel der Verbraucher“, erklärt Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Pelletinstituts (DEPI). Wie der Krieg im Iran zeigt, gewinnt die Frage nach Versorgungssicherheit zu-nehmend an Bedeutung. Schwankende Ölpreise und unsichere Lieferketten wirken sich direkt auf Heizkosten aus. Holzpellets als regional verfügbarer Energieträger können diese Abhängigkeiten verringern – und das Jahr für Jahr.
Pellets werden aus regionalen Holzresten der Sägeindustrie hergestellt, von denen es auch in Zukunft mehr als genug geben wird, um auch eine höhere Nachfrage bedienen zu können. „Die Heizenergie für das Eigenheim bevorraten zu können, ist für viele Verbraucher ein beruhigendes und gewohntes Gefühl“, weiß Bentele. „Das Heizen mit Holzpellets stärkt zudem die Wirtschaft hierzulande“, so Bentele weiter. Denn nicht nur der Brennstoff, auch ein Großteil der Anlagentechnik stammt aus Deutschland und Österreich. Damit bleiben Investitionen und Betriebsausgaben überwiegend im europäischen Wirtschaftsraum und stärken heimische Unternehmen sowie das Handwerk.
Zudem bieten die aktuellen Förderbedingungen attraktive Anreize für den Umstieg auf eine Pelletheizung. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können je nach Ausgangssituation und Voraussetzungen bis zu 70 Prozent der Einbaukosten staatlich gefördert werden. Dies erleichtert die Investition und verbessert die Wirtschaftlichkeit moderner Holzpelletheizungen zusätzlich. Das zeigt auch der Vergleich verschiedener Heizsysteme über 20 Jahre: Pelletheizungen haben einen klaren Kostenvorteil gegenüber Heizungen mit fossilen Energien. Aktuell beträgt der Preisvorteil zu Heizöl gut 43 Prozent.
Copyright © 2008-2026 DEPI. Alle Rechte vorbehalten.