19. August 2026
Wer eine neue Heizung anschaffen möchte, achtet vor allem auf die Kosten. Das zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des Deutschen Pelletinstituts (DEPI). Fast zwei Drittel der befragten Hausbesitzer achten aufs Geld. Mehr als jeder Zweite (53,2 Prozent) nennt außerdem die Betriebs- und Wartungskosten als Entscheidungskriterium. Besitzer von Pelletheizungen finden insbesondere die Höhe der Investition sowie den Anteil erneuerbarer Energien deutlich wichtiger als der Durchschnitt aller Hausbesitzer.
Anschaffungs- sowie Betriebs- und Wartungskosten führen das Ranking der Entscheidungskriterien deutlich an. Finanzielle Aspekte stehen bei der Heizungswahl also klar im Vordergrund. Bei den Besitzern von Pelletheizungen verschiebt sich die Gewichtung etwas: Hier liegen die Betriebs- und Wartungskosten am häufigsten ganz vorne, während die Anschaffungskosten etwas seltener an erster Stelle stehen – was auch an den hohen staatlichen Zuschüssen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beim Kauf für Pelletheizungen liegen dürfte.
„Die Umfrage zeigt, dass Kosten für alle Hausbesitzer entscheidend sind. Wer jedoch die langfristige Wirtschaftlichkeit mit Anschaffung, Unterhaltung und Wartung im Blick hat, ist mit einer Pelletheizung bestens bedient. Das gilt für ‚Neulinge‘ ebenso wie für erfahrene Pelletnutzer“, sagt Martin Bentele, DEPI-Geschäftsführer. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre waren Holzpellets mindestens 25 Prozent günstiger als Heizöl und sogar 31 Prozent günstiger als Erdgas. Gleichzeitig haben sich die Pelletpreise deutlich stabiler entwickelt als die Preise fossiler Energieträger.
Die Ergebnisse zeigen den Vergleich der Antworten von Hausbesitzern mit Pelletheizung (dunkel) und Personen, die in einem eigenen Haus leben (hell).
Übersicht zu den neuen Fördersätzen seit Sommer 2026.
Auch bei der staatlichen Förderung zahlt sich ein zügiger Umstieg aus: Seit Sommer 2026 sind die Fördersätze für den Heizungstausch gesunken – der sogenannte Klimageschwindigkeitsbonus für einen schnellen Umstieg fiel von 20 auf 16 Prozent und wird bis 2028 in mehreren Stufen weiter reduziert. Wer jetzt die Förderung für eine Pelletheizung beantragt, sichert sich damit noch die aktuell höheren Fördersätze, für die Umsetzung verbleiben dann 36 Monate Zeit.
Auch die Zukunftsfähigkeit einer Heiztechnologie spielt für viele Eigentümer eine zentrale Rolle. Sie ist für 36,3 Prozent aller Hausbesitzer und für 39,8 Prozent der Pelletheizer ein maßgebliches Entscheidungskriterium. Besitzer einer Pelletheizung bewerten den Anteil Erneuerbarer Energien mit 39 Prozent fast doppelt so häufig als bedeutsam wie Hausbesitzer insgesamt (20,6 Prozent).
„Pelletheizer setzen auf einen erneuerbaren Energieträger, der heute einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende leistet“, so Bentele. Holz stellt laut AGEE-Statt 9/25 mehr als 60 Prozent der Erneuerbaren Wärme in Deutschland. Dieser Beitrag wird von der breiten Bevölkerung aber auch unter Pelletfreunden massiv unterschätzt.
Neben den finanziellen Vorteilen bietet das Heizen mit Pellets eine verlässliche Versorgung. Holzpellets werden überwiegend aus regionalen Resten der Säge- und Holzindustrie hergestellt. Der Rohstoff steht langfristig in ausreichender Menge zur Verfügung und macht unabhängiger von fossilen Energieimporten.
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