Pellets kaufen – aber sicher!

Vorsicht bei Lockangeboten für Holzpellets

7. Mai 2026

Bild zeigt einen Mann von hinten auf einen Computerbildschirm schauend. Darauf ist die ENplus-Webseite zur Sperrliste geöffnet.

Wenn Pelletkunden nach dem Winter üblicherweise ihre Lager auffüllen, treten vereinzelt betrügerische Online-Shops und Fälle von Markenmissbrauch rund um die ENplus-Zertifizierung auf. Die Täter setzen dabei zunehmend auf täuschend echte Internetauftritte: Sie kopieren Webseitenauftritte von etablierten Pellethändlern oder nutzen Postanschriften, die eine Nähe zum Deutschen Pelletinstitut (DEPI) nahelegen. Das DEPI rät daher nur bei lokalen oder regionalen ENplus-Pelletlieferanten zu kaufen. Das ENplus-Zertifizierungsprogramm steht seit 2010 für Qualität, Transparenz und Verbraucherschutz beim Heizen mit Holzpellets. Um dieses Vertrauen zu sichern, verfolgt das DEPI als Markeninhaber konsequent jede unrechtmäßige Nutzung des ENplus-Zeichens.

Professionell getäuscht: aktuelle Betrugsmaschen

Einzelne aktuelle Fälle zeigen, dass Fake-Shops mitunter professionell gestaltet sind – samt positiven Kundenbewertungen und irreführenden Preisdiagrammen. Neben nachgeahmten Webseiten und Logos werben die Anbieter häufig mit besonders günstigen Preisen und drängen auf schnelle Bezahlung – meist per Vorkasse. Die bestellte Ware wird anschließend nicht geliefert. Parallel dazu nutzen auch nicht zertifizierte Händler das ENplus-Zeichen, um seriös zu wirken. Gerade im Frühjahr und Sommer, wenn viele Verbraucher ihre Pelletlager auffüllen, steigt das Risiko solcher Betrugsversuche.

Konsequentes Vorgehen gegen Markenmissbrauch

Das DEPI geht jedem Verdachtsfall nach – von gefälschten Zertifikaten über Logo-Kopien bis hin zu Fake-Webseiten. „Unser Ziel ist es, Verbraucher vor Schaden zu schützen und Vertrauen zu schaffen“, erklärt DEPI-Referent Matthias Joachim. Unternehmen, die das ENplus-Zeichen unrechtmäßig verwenden, werden öffentlich gemacht, sofern sie nicht kooperieren und unzulässige Inhalte entfernen. Neben der internationalen Sperrliste des European Pellet Council (EPC) führt das DEPI auch eine eigene nationale Sperrliste , auf der alle in Deutschland bearbeiteten Fälle von Markenmissbrauch einsehbar sind. Die Übersicht dient dem Verbraucherschutz und hilft, unseriöse Anbieter frühzeitig zu erkennen. Verstöße im Ausland werden zudem an den internationalen ENplus-Lizenzgeber Bioenergy Europe weitergeleitet, um auch grenzüberschreitend gegen Betrug vorzugehen.

Verdachtsfälle melden und sicher einkaufen

Verbraucher können mögliche Betrugsfälle direkt an das DEPI melden . Grundsätzlich empfiehlt es sich, Anbieter sorgfältig zu prüfen. Insbesondere sollten Internetadressen und Kontaktdaten genau kontrolliert werden. Bei ungewöhnlich günstigen Angeboten oder ausschließlicher Vorkasse ist Vorsicht geboten.

Wer als Käufer ganz sicher gehen möchte, kann über die Webseite des DEPI gezielt nach zertifizierten Händlern suchen . So lässt sich schnell überprüfen, ob es sich um einen offiziell gelisteten Anbieter handelt.

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