17. Juni 2026
Wenn Energiepreise schwanken, merken Hausbesitzer schnell, wie stark die eigene Wärmeversorgung von äußeren Einflüssen abhängen kann. Öl und Gas werden international gehandelt, über weite Strecken transportiert und reagieren auf politische Krisen oft empfindlich. Das kann sich direkt auf die Preise und die Verfügbarkeit auswirken.
Kein Wunder also, dass viele Eigenheimbesitzer bei der Planung einer neuen Heizung auch darüber nachdenken, woher die Energie künftig stammt. Bei Holzpellets lässt sich das gut nachvollziehen. Sie werden in Deutschland überwiegend aus Sägespänen und Resthölzern hergestellt, die in der Holzverarbeitung ohnehin anfallen.
Pellets sind ein regionaler Energieträger und machen Haushalte unabhängiger von internationalen Lieferketten.
- Martin Bentele
„Wer mit ihnen heizt, nutzt einen Energieträger, der in Deutschland produziert wird und kurze Wege bis zum Kunden hat,“ sagt Martin Bentele vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI).
Für viele Eigenheimbesitzer ist zudem wichtig, dass die Pellets im eigenen Haus gelagert werden können. Die meisten kennen das Prinzip von der Ölheizung: Der Vorrat wird per Tankwagen geliefert und reicht in der Regel für ein Jahr. Auch eine Pelletheizung arbeitet vollautomatisch: Die Pellets werden aus dem Lager in den Kessel transportiert, um dort Wärme für Heizung und Warmwasser zu erzeugen.
Deutschland verfügt über zahlreiche Pelletwerke und kann sich komplett selbst mit Pellets versorgen. Für 2026 erwartet das Institut eine Produktion von mehr als vier Millionen Tonnen – ein Rekordwert in Europa. Die Kapazitäten sind trotzdem noch nicht ausgeschöpft und können bei Bedarf wachsen.
Wer die erneuerbare Energie aus Pellets nutzen möchte, um seine alte Öl- oder Gasheizung zu ersetzen, sollte sich von einem spezialisierten Heizungsbauer (www.pelletfachbetrieb.de) beraten lassen. Die Profis prüfen, ob das Gebäude für eine Pelletheizung geeignet ist, wie das Lager geplant werden kann und welche Kesselleistung sinnvoll ist. Weitere Informationen und die Adressen von Ansprechpartnern vor Ort gibt es unter www.depi.de.
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