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Verbrauchertipps

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Themen
Pelletkauf, -kosten und -lieferung.


Was muss ich beim Kauf von Pellets beachten?
Wie wird die Qualität von zertifizierten ENplus-Pellets geprüft?
Wie lange sind Pellets haltbar?
Wnter welchen Umständen verlieren Pellets in meinem Lager an Qualität?
Was kostet das Heizen mit Pellets? (Stand 05/2011)

Welche Punkte sollte ich mit meinem Pellethändler klären?
Wst die Versorgung mit Pellets auch in Zukunft gesichert?
Wefährde ich mit Holzpellets den deutschen Wald?


Was muss ich beim Kauf von Pellets beachten?

Pellets sollten immer den gültigen Normen entsprechen. Die in Deutschland bislang geltende DIN-Norm wurde durch die europäische Norm EN 14961-2 abgelöst. Somit gelten neue Werte für Pellets, deren Einhaltung mit dem neuen Zertifikat ENplus überprüft wird. Normierte Pellets weisen eine glatte Oberfläche und eine relativ homogene Länge auf. Die Qualität der Pellets wirkt sich auf die Leistung der Heizungsanlage aus. So geben trockene Pellets wesentlich mehr Energie ab als solche mit einem hohen Feuchtegehalt. Zudem kann die Verbrennungstechnik durch normierte Pellets sehr genau eingestellt und so der Energieinhalt der Pellets bis zu 95 Prozent genutzt werden. Wer mit qualitativ hochwertigen Pellets heizt, muss zudem weniger Reinigungsaufwand betreiben.

Wie wird die Qualität von zertifizierten ENplus-Pellets geprüft?

ENplus kontrolliert den Produktionsprozess von der Späne bis zum fertigen Pellet. Erstmals bezieht das Zertifikat auch die Lieferung ein und überprüft so, ob der Brennstoff beim Transport nicht beschädigt wurde und einwandfrei bis zum Endverbraucher gelangt. Einmal pro Jahr wird anhand von Proben die Pelletqualität einzelner Hersteller untersucht. Hierbei richten sich die Prüfer nach festgelegten Kriterien wie beispielsweise Aschegehalt, Rohdichte oder Feinanteil. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie unter www.enplus-pellets.de

Wie lange sind Pellets haltbar?

Erfahrungen zeigen, dass Pellets ohne Qualitätsverlust mehrere Jahre gelagert werden können. Das setzt allerdings einen absolut trockenen und optimal gestalteten Lagerraum voraus. Ratsam ist jedoch, Pellets nicht länger als zwei Jahre einzulagern. Dadurch minimiert sich das Risiko, dass der Brennstoff doch einmal feucht wird.

Unter welchen Umständen verlieren Pellets in meinem Lager an Qualität?

Nicht nur die Pellets selbst sollten hochwertig sein, sondern auch die Ausstattung und Gestaltung des Lageraums. Die Wände, der Boden und die Decke des Lagers müssen deshalb absolut trocken sein, da die Holzpresslinge sonst aufquellen und zerfallen können. Feuchte Pellets können zu Funktionsstörungen beim Transport per Pelletschnecke oder Maulwurf sowie beim Verfeuern im Pelletkessel bzw. -brenner führen.
Kommt ein Förder- bzw. Schneckenaustragungssystem zum Einsatz, sollte der Lagerraum außerdem immer über einen glatten Schrägboden mit mindestens 45 Grad Neigung verfügen. Nur so lassen sich das Lager vollständig räumen und eventuelle Störungen der Anlage durch Aufschichtungen und Staubentwicklungen verhindern. Informationen zur Gestaltung von Pelletlagern können Sie hier kostenlos herunterladen.

Was kostet das Heizen mit Pellets? (Stand 05/2011)

Ein Kilogramm Holzpellets hat einen Energiegehalt von circa fünf Kilowattstunden (kWh). Bei einem durchschnittlichen Wärmebedarf eines Einfamilienhauses von 22.500 kWh pro Jahr genügen ungefähr 4,5 Tonnen Holzpellets. Der Brennstoff kostet zurzeit rund 227 Euro je Tonne. Somit belaufen sich die Brennstoffausgaben auf circa 1.022 Euro jährlich.

Welche Punkte sollte ich mit meinem Pellethändler klären?

Die Händlerauswahl wird von folgenden Punkten beeinflusst:
  • Wie groß ist die Mindestabnahmemenge?
  • Reduziert sich der Preis mit steigender Abnahmemenge?
  • Entstehen zusätzliche Transportkosten?
  • Wie hoch ist die zusätzliche Einblaspauschale bei Lieferung mit dem Silofahrzeug?
  • Welche Liefertermine bietet der Händler?
  • Erfülle ich die Voraussetzungen für eine Lieferung?
  • Welche Pelletqualitäten werden angeboten?
  • Ist die Ware ENplus-zertifiziert?
Ist die Versorgung mit Pellets auch in Zukunft gesichert?

Ja, Versorgungssicherheit gibt es für den Verbraucher von Berchtesgaden bis nach Hamburg. Die regional verfügbaren Holzpellets werden zurzeit von rund 70 einheimischen Pelletproduzenten hergestellt. Dabei liegen die Produktionskapazitäten der Werke über den reellen Produktionsmengen, so dass auch steigender Bedarf problemlos gedeckt werden kann. Der für Pellets benötigte Rohstoff Holz kommt aus der Region – also quasi eine Energie aus der Region für die Region. Pellets sind daher unabhängig von Energieimporten. Ein enges Verteilernetz von über 300 Pellethändlern stellt die flächendeckende Versorgung in Deutschland sicher.

Gefährde ich mit Holzpellets den deutschen Wald?

Nein. Zur Herstellung von Holzpellets werden ausschließlich Reste aus der Holzverarbeitung verwendet. In der Sägeindustrie zum Beispiel bleiben von jedem verarbeiteten Baum bis zu 35 Prozent des Stammes in Form von Spänen und Sägemehl ungenutzt. Dieser Anteil kann für die Pelletproduktion genutzt werden. Pellethersteller pressen diese Abfallprodukte unter so hohem Druck zusammen, dass sie ohne chemische Bindemittel in Form bleiben. Darüber hinaus ist Holz ein erneuerbarer Rohstoff. Eine gesetzlich verpflichtende, nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland stellt sicher, dass immer mehr Ressourcen nachwachsen als tatsächlich genutzt werden.


Sind noch Fragen unbeantwortet?
Schreiben Sie eine Mail an das Deutsche Pelletinstitut.


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