
| |
|
Weitere Rohstoffpotentiale:
Energiewälder und Agrar-Energieholz |
 |
|
Bei der Herstellung von Holzpellets können verschiedene Holzarten genutzt werden. Obwohl in Form von Sägenebenprodukten (SNP) genügend Rohstoff für die Pelletproduktion vorhanden ist, erschließt die Branche bereits neue Potenziale. So stellt auch Holz aus so genannten Kurzumtriebsplantagen (KUP) aus schnell wachsenden Baumarten eine Alternative für die Pelletproduktion dar. Denn diese besitzen ein großes Rohstoffpotenzial: Mit Holz von einem Hektar KUP ließe sich Jahr für Jahr nachhaltig der Pelletbedarf von zwei bis drei Pelletheizungen decken.
|
KUP gelten nicht als Wald. Die Flächen lassen sich nach der Ernte wieder als Ackerland nutzen. Deshalb sind für Energieholz auf landwirtschaftlichen Flächen keine Förster, sondern Landwirte zuständig. |
KUP sind Agrarflächen, die mit Baumarten wie Pappeln, Weiden oder Robinien bepflanzt werden. Die Wuchsleistung dieser Baumarten ist je nach Standort sehr groß. So fallen Erträge von bis zu 15 Tonnen Holz pro Hektar und Jahr an. In der Regel wird mindestens nach drei, höchstens nach zehn Jahren geerntet. Nach der Ernte treiben die Bäume wieder aus. Das Rohstoffpotenzial, das KUP für die Herstellung von Holzpellets bietet, ist immens: Bis zu einer Million Hektar KUP könnten, ohne Einschränkungen anderer Flächennutzungen, Rohstoffe für ein Produktionspotenzial von weiteren zehn Millionen Tonnen Holzpellets stellen.
Im Vergleich zu einer einjährigen Agrar-Monokultur ist eine KUP wesentlich ökologischer. Dennoch achtet die Pelletindustrie auch hier auf Nachhaltigkeit: In ihrem Positionspapier fordern der DEPV und der NABU auch Mindeststandards für die Bewirtschaftung von KUP.
| Keine Konkurrenz zwischen KUP und Agrarflächen für die Nahrungsmittelproduktion |
|
Die Gefahr einer Diskussion „Teller oder Tank“ (wie bei der Biokraftstofferzeugung) besteht bei KUP nicht. Denn für eine ökonomische Nahrungsmittelproduktion eigenen sich vor allem nährstoffreiche Ackerböden. KUP hingegen können auch auf weniger fruchtbaren Böden oder Stilllegungsflächen angelegt werden. Zudem lassen sich mit KUP nicht so hohe Gewinne wie mit dem Anbau von Nahrungsmitteln erzielen, so dass auch in dieser Hinsicht keine Gefahr einer Flächenkonkurrenz besteht. |
|

|
|

„Holzenergie –
Bedeutung, Potenziale,
Herausforderungen“
Download 2,4 mb
Natur Pur Flyer

Download (556 KB)
|