| Rohstoff- und Versorgungssicherheit |
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Bundesweit gibt es rund 60 Produktionsstandorte für Holzpellets. Dort werden ausschließlich Sägespäne und Resthölzer verwendet, die als Abfallprodukte der Sägeindustrie anfallen. Trotz eines gestiegenen Pelletbedarfs – im Jahr 2008 waren es 900.000 Tonnen im Inland – ist der deutsche Wald von einer Übernutzung weit entfernt. Es ist genügend Sägespanpotenzial vorhanden, so dass eine stabile Pelletproduktion auch in den nächsten Jahren gewährleistet ist. Denn mit 3,4 Milliarden Kubikmetern verfügt Deutschland über die größten Holzvorräte Europas. Der jährliche Zuwachs beträgt rund 120 Millionen Kubikmeter. Tatsächlich genutzt werden davon nur rund 70 Millionen Kubikmeter, wie die letzte Bundeswaldinventur ergab. |
| Nachhaltige Forstwirtschaft |
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Nach Raubbau und Waldzerstörungen in Mitteleuropa im Mittelalter entwickelten sich zum Ende des 18. Jahrhunderts eine nachhaltige Form der Holznutzung und der Grundsatz der forstlichen Nachhaltigkeit. Das bedeutet, dem Wald nicht mehr Holzmasse zu entnehmen als gleichzeitig nachwächst. Ziel ist es, nachfolgenden Generationen mindestens gleiche, wenn nicht bessere Ressourcen zu überlassen. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder bilden somit ein wertvolles ökosystem und einen geschlossenen Kreislauf. Der Grundsatz der Nachhaltigkeit ist heute sogar gesetzlich verankert: In Deutschland verpflichtet das Bundeswaldgesetz (BWaldG) Waldbesitzer dazu, ihre Wälder „ordnungsgemäß und nachhaltig“ ( § 11 BWaldG) zu bewirtschaften.
Die Holzvorräte des deutschen Waldes sind immens: Mit 3,4 Milliarden Kubikmeter liegen sie laut Bundeswaldinventur deutlich über denen traditioneller waldreicher Länder wie Schweden oder Finnland. Jährlich wachsen weitere 120 Millionen Kubikmeter Holz hinzu. Tatsächlich genutzt werden vom derzeitigen Zuwachs etwa 70 Prozent. Aus diesem Grund erfolgt auch eine weitere Erhöhung der Pelletproduktion im Einklang mit der Natur. |
| Resthölzer und Sägenebenprodukte |
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In Deutschland produzieren mehr als 3.000 Sägewerke Holzwaren, beipielsweise Schnittholz und KanthÖlzer, aus Stammholz nachhaltig bewirtschafteter Wälder. Die Schnittholzproduktion der Sägeindustrie lag im Jahr 2007 bei rund 25 Millionen Kubikmeter Holz. Dabei fielen mehr als 15 Millionen Kubikmeter (rund 40 Prozent) Holzreste an, die nicht weiter verwendet wurden. Diese sogenannten Sägenebenprodukte (SNP) wie Sägespäne und Hackschnitzel sind ein für die Pelletherstellung geeigneter Rohstoff. Theoretisch hätten mit dem im Jahr 2007 anfallenden Rohstoffpotential etwa fünf Millionen Tonnen Holzpellets produziert werden können. Waldrestholzbestandteile wie Wurzeln, Kronen- oder Astmaterial werden nicht zur Pelletherstellung genutzt. Der Naturschutzbund NABU und der Deutsche Energie-Pellet-Verband (DEPV) sprechen sich für klare ökologische Rahmenbedingungen im Wald aus. Trotz Bewirtschaftung müsse dieses ökosystem voll funktionsfähig bleiben. In einem Positionspapier setzen sich die beiden Verbände beispielsweise dafür ein, dass auf die Nutzung besonders alter Bäume und wertvoller Biotopholzstrukturen sowie auf Kahlschläge verzichtet wird. ![]() Sägeebenprodukte im Sägewerk |
| Weitere Rohstoffpotentiale: Energiewälder und Agrar-Energieholz |
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Bei der Herstellung von Holzpellets können verschiedene Holzarten genutzt werden. Obwohl in Form von Sägenebenprodukten (SNP) genügend Rohstoff für die Pelletproduktion vorhanden ist, erschließt die Branche bereits neue Potenziale. So stellt auch Holz aus sogenannten Kurzumtriebsplantagen (KUP) aus schnell wachsenden Baumarten eine Alternative für die Pelletproduktion dar. Denn diese besitzen ein großes Rohstoffpotenzial: Mit Holz von einem Hektar KUP ließe sich Jahr für Jahr nachhaltig der Pelletbedarf von zwei bis drei Pelletheizungen decken.
KUP sind Agrarflächen, die mit Baumarten wie Pappeln, Weiden oder Robinien bepflanzt werden. Die Wuchsleistung dieser Baumarten ist je nach Standort sehr groß. So fallen Erträge von bis zu 15 Tonnen Holz pro Hektar und Jahr an. In der Regel wird mindestens nach drei, höchstens nach zehn Jahren geerntet. Nach der Ernte treiben die Bäume wieder aus. Das Rohstoffpotenzial, das KUP für die Herstellung von Holzpellets bieten, ist immens: Bis zu einer Million Hektar KUP könnten ohne Einschränkungen anderer Flächennutzungen Rohstoffe für ein Produktionspotenzial von weiteren zehn Millionen Tonnen Holzpellets stellen. Im Vergleich zu einer einjährigen Agrar-Monokultur ist eine KUP ist wesentlich ökologischer. Dennoch achtet die Pelletindustrie auch hier auf Nachhaltigkeit: In ihrem Positionspapier fordern der DEPV und der NABU auch Mindeststandards für die Bewirtschaftung von KUP.
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