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CO2-RECHNER

Wie viel CO2 kann ich mit Holzpellets gegenüber Öl
und Gas einsparen?

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Luftreinhaltung

 

Bei Pelletheizungen werden Brennstoffmenge und Verbrennungsvorgang computergesteuert exakt aufeinander abgestimmt und kontrolliert. Der Brennraum bleibt dabei aufgrund der vollautomatischen Brennstoffförderung ständig geschlossen. Hierdurch ist ein Dauerbetrieb mit ungestörtem und effektivem Abbrand möglich, der niedrige Emissionen und hohe Wirkungsgrade von bis zu 95 % zur Folge hat. Auch im Teillastbereich weisen Pelletheizungen sehr niedrige Emissionswerte auf. Ein weiterer Grund für die niedrigen Emissionen der Pelletheizungen ist neben dem gleichmäßigen, ungestörten Verbrennungsvorgang auch die durch die Brennstoffnorm ISO 17225-2 und ENplus-Zertifizierung garantierte gleichbleibende Zusammensetzung und Qualität (z. B. geringe Restfeuchte, niedriger Aschegehalt) des Brennstoffs.

   

Die Grafik (siehe rechts) verdeutlicht die unterschiedlichen Emissionen, die durch die Verbrennung von Pellets, Hackschnitzeln und fossilen Brennstoffen entstehen. Niedrigeren Treibhausgasemissionen gegenüber den fossilen Brennstoffen Öl- und Gas stehen bei Holzbrennstoffen höhere Feinstaubemissionen gegenüber. Diesem Problem haben sich der Gesetzgeber und die Hersteller von Holzheizungen jedoch gestellt und bei Neuanlagen für eine Senkung der Staubemissionen auf ein für Mensch und Umwelt akzeptables Niveau gesorgt. Es besteht daher kein Grund, aus Gründen der Luftreinhaltung auf die Installationen neuer Holzheizungen zu verzichten und weiter auf die klimaschädlichen Brennstoffe Öl und Gas zu setzen.

Novelle der 1. BImSchV gewährleistet sauberen Betrieb neuer Holzheizungen
Seit dem 22. März 2010 ist die Novellierung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV oder auch Kleinfeuerungsanlagenverordnung genannt) in Kraft. Die Novellierung verschärft im Sinne der Luftreinhaltung die Anforderungen an das Emissionsverhalten von Festbrennstoffheizungen und Einzelraumfeuerungsanlagen, auch von Pelletkesseln und -öfen, in zwei Stufen erheblich. Pelletheizungen müssen deren Einhaltung alle zwei Jahre bei einer wiederkehrenden Messung nachweisen. Zwischen dem 22. März 2010 und dem 31. Dezember 2014 in Betrieb genommene Anlagen müssen die Grenzwerte der Stufe 1 einhalten. Seit dem 1. Januar 2015 in Betrieb genommene Anlagen müssen mit der seit diesem Datum geltenden 2. Stufe noch strengere Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid erfüllen. Die Grenzwerte der 2. Stufe sind im DEPI-Infoblatt „1. BImSchV“ aufgeführt. Die Hälfte des Bestands an Pelletheizungen unterliegt bereits heute den Anforderungen der 1. oder 2. Stufe der 1. BImSchV. Dieser Anteil wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen.

 
Staubgrenzwert für Neuanlagen 1. Stufe ab 22.03.2010 2. Stufe ab 01.01.2015
  Staub mg/m³ Staub mg/m³
Pelletkessel 60 20
Pelletofen luftgeführt 50 30
Pelletofen wassergeführt 30 20

 

Übergangsfristen für alte Anlagen
Daneben greifen verschärfte Anforderungen an die Luftreinhaltung schrittweise auch für Anlagen, die vor dem 22.03.2010 in Betrieb genommen wurden. Die für diese Anlagen eingeräumten Übergangsfristen enden je nach Alter der Anlage zwischen 2015 und 2025. Ein großer Teil der in Deutschland vor dem Stichtag eingebauten Pelletfeuerungen ist zwischen dem 01.01.2005 und dem 22.03.2010 in Betrieb genommen worden. Diese Anlagen müssen die Werte der 1. Stufe ab dem 01.01.2025 verpflichtend einhalten. Ein zwischen dem 01.01.1995 und dem 31.12.2004 installierter Pelletkessel muss die 1. Stufe ab dem 01.01.2019 einhalten. Anlagen, die vor 1994 in Betrieb genommen wurden, müssen die Anforderungen schon seit dem 01.01.2015 erfüllen.
Die Betreiber der betroffenen Pelletheizungen wurden über die für ihre Heizung gültige Übergangsfrist vom Bezirksschornsteinfegermeister im Rahmen einer Feuerstättenschau bis spätestens zum 31.12.2012 informiert. Bis zum Ende der Frist gelten die bisher bereits gültigen Staubgrenzwerte der 1. BImSchV von 0,15 g/m³ Abluft.

Probleme vor allem bei Altanlagen und bei Stückholzöfen
Vor dem Hintergrund der erheblich verschärften Anforderungen an die Luftreinhaltung lässt sich feststellen, dass Probleme für die Luftreinhaltung durch neue Pelletkessel und neue Pelletkaminöfen in aller Regel nicht mehr zu befürchten sind. Probleme mit der Luftreinhaltung aus Holzfeuerungsanlagen bereiten heutzutage daher fast ausschließlich alte Holzfeuerungen, insbesondere Stückholzöfen, in denen 60 % des in Holzfeuerungsanlagen eingesetzten Holzes verfeuert, aber 80 % der Staubemissionen verursacht werden. Näheres hierzu im DEPI-Infoblatt „Luftreinhaltung und Holzheizungen“. Diese alten Anlagen sollten daher so schnell wie möglich durch neue, moderne und emissionsarme Neuanlagen ersetzt oder nachgerüstet werden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im DEPI-Infoblatt „1. BImSchV“ und im DEPI-Infoblatt „Luftreinhaltung und Holzheizungen“.