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CO2-RECHNER

Wie viel CO2 kann ich mit Holzpellets gegenüber Öl
und Gas einsparen?

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Verbrauchertipps

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Themen
Pelletkauf, -kosten und -lieferung.

 
Was muss ich beim Kauf von Pellets beachten?
Wie sieht man Pellets die Qualität an?
Wie wird die Qualität von zertifizierten ENplus-Pellets geprüft?
as ist besser, Pellets aus Nadelholz oder Laubholz?
Wie lange sind Pellets haltbar?
Wnter welchen Umständen verlieren Pellets im Lager an Qualität?
Was kostet das Heizen mit Pellets? (Stand 07/2016)
ichtet sich der Pelletpreis am Ölpreis aus und steigt parallel mit ihm an?
Welche Punkte sollte ich mit meinem Pellethändler klären?
Was muss ich als gewerblicher Kunde bei der Pelletbestellung beachten?
 

Was muss ich beim Kauf von Pellets beachten?

Pellets sollten immer den gültigen Normen entsprechen. Die in Deutschland bislang geltende DIN-Norm wurde zunächst durch die europäische Norm EN 14961-2 und dann durch die internationale Norm ISO 17225-2 abgelöst. Deren Einhaltung wird mit dem Zertifikat ENplus überprüft. Dabei sind die Anforderungen an die Pelletqualität bei ENplus in einigen wichtigen Eigenschaften wie der mechanischen Festigkeit und den Ascheschmelztemperaturen höher als in der Norm gefordert. Wer mit qualitativ hochwertigen Pellets heizt, hat keine Probleme mit Kesselstörungen, muss zudem weniger Reinigungsaufwand betreiben und seltener den Aschekasten leeren.
Um sicherzugehen, dass auch die beste Qualität in den Lagerraum gelangt, empfehlen wir den Kauf bei ENplus-zertifizierten Pellethändlern. Diese werden regelmäßig geprüft und die Fahrer sind im qualitätsschonenden Einblasen geschult.  Denn ein niedriger Feinanteil stellt einen reibungslosen Heizungsbetrieb mit niedrigen Emissionen sicher. 

Wie sieht man Pellets die Qualität an?
Ihre Qualität sieht man den Pellets nicht an! Wichtig sind eine große mechanische Festigkeit, hohe Ascheschmelztemperaturen, wenig Feinanteil (Pelletbruch < 3,15 mm) und keine Überlängen (Pellets > 45 mm).
Die meisten Qualitätsparameter können nur im Labor bestimmt werden. Erste Anhaltspunkte können aber die Oberfläche (möglichst glänzend) und das Vorhandensein von Querrissen (möglichst wenig) sein. Eine dunkle Farbe muss hingegen kein Anzeichen für eine schlechte Qualität sein! Sie kann beim Pelletieren auch bei rindenfreiem Holz auftreten.

Wie wird die Qualität von zertifizierten ENplus-Pellets geprüft?

ENplus kontrolliert den Produktionsprozess von den Spänen bis zum fertigen Pellet. Einmal pro Jahr wird anhand von Proben die Pelletqualität aller Hersteller untersucht. Hierbei richten sich die Prüfer nach festgelegten Kriterien wie beispielsweise Aschegehalt, mechanische Festigkeit oder Feinanteil.
Das Zertifikat bezieht auch die Lieferung ein und überprüft so, ob der Brennstoff beim Transport nicht beschädigt wurde und einwandfrei bis zum Endverbraucher gelangt. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie unter www.enplus-pellets.de/de/verbraucher.

as ist besser, Pellets aus Nadelholz oder Laubholz?
Pellets werden hauptsächlich aus Nadelhölzern hergestellt. Dies liegt zum einen daran, dass die Sägewerke in Deutschland zu 95 % Nadelholz verarbeiten und Pellets in Deutschland zu 90 % aus Sägerestholz aus den Sägewerken erzeugt werden. Zum anderen ist Nadelholz der ideale Rohstoff für die Pelletproduktion. Der Heizwert ist höher als bei Laubholz und durch den hohen Anteil an Lignin im Nadelholz weisen die Pellets eine große mechanische Festigkeit auf. Gleichwohl ist eine Herstellung von Holzpellets auch aus Laubholz möglich.  

Wie lange sind Pellets haltbar?

Erfahrungen zeigen, dass Pellets ohne Qualitätsverlust mehrere Jahre gelagert werden können. Das setzt allerdings einen trockenen und fachgerecht gestalteten Lagerraum voraus. Ratsam ist jedoch, Pellets nicht länger als zwei Jahre einzulagern, denn Lagerräume müssen regelmäßig vollständig entleert und von Staub befreit werden. Dadurch minimiert sich das Risiko von Störungen des Heizsystems.

Unter welchen Umständen verlieren Pellets im Lager an Qualität?

Nicht nur die Pellets selbst sollten hochwertig sein, sondern auch die Ausstattung und Gestaltung des Lageraums. Die Wände, der Boden und die Decke des Lagers müssen deshalb trocken sein, da die Holzpresslinge sonst aufquellen und zerfallen können. Die Einblasleitung und das Fördersystem zum Kessel müssen fachgerecht gestaltet sein, damit Abrieb und Pelletbruch minimiert werden. Informationen zur Gestaltung von Pelletlagern können Sie hier kostenlos herunterladen.

Was kostet das Heizen mit Pellets? (Stand 07/2016)

Ein Kilogramm Holzpellets hat einen Energiegehalt von circa fünf Kilowattstunden (kWh). Bei einem Endenergiebedarf für ein Einfamilienhauses, das bei unsanierten oder nur teilsanierten Gebäuden meist in der Größenordnung von 20 bis 25.000 kWh pro Jahr liegt, genügen demnach 4 bis 5 Tonnen Holzpellets, um das Gebäude zu heizen und mit Warmwasser zu versorgen. Der Brennstoff kostete im Jahr 2015 durchschnittlich 241,54 Euro je Tonne und im 1. Halbjahr 2016 233,05 Euro/Tonne. Daraus ergeben sich Brennstoffkosten für diese Haushalte in der Größenordnung von 1.000 Euro pro Jahr.

ichtet sich der Pelletpreis am Ölpreis aus und steigt parallel mit ihm an?
Nein, der Pelletpreis entwickelt sich nach Marktmechanismen im freien Wettbewerb zwischen rund 50 Pelletproduzenten und mehreren hundert Händlern. Dies schließt eine Orientierung am Ölpreis aus. Grundlage sind vor allem die Kosten für den Rohstoff Holz und die beim Pressen anfallenden Energie- und Personalkosten. Der Pelletpreis hat sich in den letzten Jahren als weitgehend stabil erwiesen und die Preisschwankungen beim Heizöl nicht mitgemacht.

Welche Punkte sollte ich mit meinem Pellethändler klären?

Die Händlerauswahl wird von folgenden Punkten beeinflusst:
  • Wie groß ist die Mindestabnahmemenge?
  • Entstehen zusätzliche Kosten für Transport und Einblasen der Pellets?
  • Wie hoch ist die zusätzliche Einblaspauschale bei Lieferung mit dem Silofahrzeug?
  • Welche Liefertermine bietet der Händler?
  • Ist der Händler ENplus-zertifiziert?
  • Gibt es besondere Bedingungen (Zufahrt, Zugänglichkeit) für die Anlieferung?
Was muss ich als gewerblicher Kunde bei der Pelletbestellung beachten?

Ausschreibungen für die Lieferung von Holzpellets sollten alle für den Heizungsbetreiber wesentlichen Punkte und Anforderungen unmissverständlich definieren. Hierfür wurden vom DEPI zwei Musterausschreibungsverträge – mit und ohne Preisindexierung – entwickelt. Der Musterausschreibungsvertrag mit Preisindexierung steht hier zum Download bereit. Der Mustervertrag ohne Preisindexierung kann beim DEPI kostenfrei angefordert werden. 

Sind noch Fragen unbeantwortet?
Schreiben Sie eine E-Mail an das Deutsche Pelletinstitut.