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CO2-RECHNER

Wie viel CO2 kann ich mit Holzpellets gegenüber Öl
und Gas einsparen?

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Fachbetrieb Pellets und Biomasse

Qualifizierte Heizungsbauer, die an einer Fachschulung des DEPI teilgenommen haben, dürfen sich „Fachbetrieb Pellets und Biomasse“ nennen. In den Schulungen erhalten die Betriebe Informationen zu Produktion, Handel und Qualität von Holzpellets wie auch zur Lagerraumgestaltung und Brandschutz. Des Weiteren muss der Betrieb die Planung und den Einbau von mindestens fünf Pelletheizungen sowie eine Technikschulung nachweisen. Die Auszeichnung muss alle drei Jahre erneuert werden, so dass Pelletfachbetriebe stets auf dem neuesten Stand in Sachen Pellets sind. Spezialisten für Pellet- und Biomasseheizungen in Ihrer Nähe finden Sie einfach per Postleitzahlsuche unter www.pelletfachbetrieb.de

Die Auszeichnung „Fachbetrieb Pellets und Biomasse“ ist eine gemeinsame Initiative des DEPI, des ZVSHK sowie den SHK-Fachverbänden in den Ländern. 

Feinanteil

Als Feinanteile von Holzpellets werden Partikel bezeichnet, die kleiner als 3,15 Millimeter sind. Viele kleine Teile wirken sich ungünstig auf die Verbrennung aus und sind in den meisten Fällen die Ursache für Störungen der Heizungsanlage. Zudem entsteht durch einen hohen Feinanteil mehr Asche. Eine niedrige Bruchfestigkeit von Holzpellets kann beim Handling, etwa beim Einblasen der Pellets in den Lagerraum, zu vermehrtem Feinanteil führen. Daher ist die Festigkeit der Pellets ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Ein Maß hierfür ist der Abrieb, der im Rahmen des neuen Zertifikats ENplus mit dem Wert der mechanischen Festigkeit untersucht wird.

Feinstaub

Feinstaub besteht aus kleinsten Schwebstoffen in der Luft. Dazu zählen alle festen und flüssigen Teilchen, die so klein sind, dass sie nicht sofort zu Boden sinken. Diese feinen Partikel werden von den Schleimhäuten im Nasen/Rachenraum bzw. den Härchen im Nasenbereich nur bedingt zurückgehalten und können deshalb gesundheitsgefährdend sein. Unterschieden werden von Menschen verursachte Feinstaubquellen wie Kraftwerke, Heizanlagen oder Straßenverkehr und natürliche Quellen wie z.B. Vulkane, Meere, Verwitterung von Gesteinen, aber auch Pollen und Mikroorganismen.
Die 1. BImschV regelt die Staubemissionen von Heizungsanlagen durch sehr strenge Grenzwerte. Die Emissionen von modernen Pelletheizungen liegen aufgrund des trockenen und homogenisierten Brennstoff unter den zum 1. Januar 2015 mit Inkrafttreten der 2. Stufe der 1. BImSchV nochmals verschärften Staubgrenzwerten. Pelletheizungen tragen somit nicht zur Feinstaubproblematik bei.

Hintergrundinfo: Die Definition für Feinstaub geht zurück auf den im Jahr 1987 eingeführten „National Air Quality“-Standard for Particulate Matter (PM-Standard) der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency). Wissenschaftlich wird Feinstaub als PM 10 bezeichnet und umfasst die Masse aller im Gesamtstaub enthaltenen Partikel, die kleiner sind als 10 Mikrometer = 10 Tausendstel Millimeter. Diese Kategorisierung stellt eine grundlegende Veränderung in der Bewertung von Immissionen dar: Während zuvor die Gesamtimmission betrachtet wurde, liegt der Fokus nun auf dem einatembaren Anteil.
 


Fernwärme

Als Fernwärme wird die gelieferte Wärme zur Versorgung von Gebäuden mit Heizung und Warmwasser bezeichnet. Sie ist somit ein Endenergieträger. Der Transport der Fernwärme erfolgt in einem Rohrsystem, das überwiegend erdverlegt ist, teilweise werden jedoch auch Freileitungen verwendet. Dabei treten sowohl bei der Erzeugung der Fernwärme im Heizwerk oder im Heizkraftwerk z.B. aus fossilen Primärenergieträgern wie Kohle oder Erdgas als auch bei der Speicherung und beim Transport zu den Verbrauchern Energieverluste auf, die neben den Investitionen in die Leitungen dazu führen, dass Fernwärme teurer ist als die Endenergieträger Erdgas, Heizöl oder Pellets.
 

Festmeter

In der Forst- und Holzwirtschaft übliche Maßeinheit für das Holzvolumen (Stammholz), das dem Rauminhalt eines Kubikmeters (m³) entspricht. Dieses Maß gibt das Holzvolumen ohne Zwischenräume an.
 
Holzmenge t atro Fm Rm Srm
1 t atro (Tonne) 1 1,3 - 2,5 2,9 4,86
1 Fm (Festmeter) 0,4 - 0,75 1 1,4 2,43
1 Rm (Raummeter) 0,3 0,7 1 1,7
1 Srm (Schüttraummeter) 0,2 0,41 0,59 1

Feuchtegehalt

Der Feuchtegehalt gibt prozentual an, wie viel Wasser in Bezug auf die Trockenmasse (Null Prozent Wassergehalt) im Holz vorhanden ist. Je geringer der Wert, desto abgasärmer und russfreier läuft die Verbrennung ab. Der Feuchtegehalt unterscheidet sich jedoch vom Wassergehalt und ist für Pellets nicht ausschlaggebend. In der ENplus Zertifizierung gibt man daher einen Grenzwert für den Wassergehalt an.
 
Feuchtegehalt = Gewicht des Wassers / Gewicht der absolut trockenen Holzmasse (kein Wasser vorhanden)

Feuerungsverordnung

Feuerungsverordnungen (FeuVO) der Bundesländer regeln die Aufstellung von Feuerungsanlagen, deren Verbrennungsluftversorgung, die Abgasentsorgung sowie die Brennstofflagerung. Jedes Bundesland in Deutschland hat hierfür eigene Vorgaben, die sich an der Musterfeuerungsverordnung – FeuVO – des Bundes orientieren.

Förderschnecke

Um Pellets aus dem Lagerraum in einen Kessel oder Ofen zu transportieren, ist der Einsatz einer Förderschnecke die gängigste Form der Austragunssysteme. Dabei dreht sich in einem Rohr eine Wendel („Schnecke“), welche die Pellets kontinuierlich aus dem Lager in Richtung Kessel transportiert. Dieses Modell nennt sich Schnecke mit Seele. Wird auf die Wendel verzichtet, bezeichnet man das Fördersystem als seelenlos. In diesem Fall wird die stabilisierende Wirkung der starren Welle durch Profile erzielt, die in die Spirale eingearbeitet sind. Für Schneckensysteme ist der Einsatz von qualitativ hochwertigen Holzpellets mit geringem Feinanteil besonders wichtig, da Kleinteile die Förderschnecke verstopfen. Wichtig: Förderschnecken eignen sich nur für Lagerräume, die unmittelbar neben der Heizung liegen. Eine andere Möglichkeit zur Beförderung von Pellets ist die Saugaustragung.

Förderung

Als Beitrag zum Klimaschutz wird das Heizen mit Pellets vom Staat finanziell bezuschusst. Über das Marktanreizprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien (MAP) wird ein Betrag von mind. 3.000 Euro für den Einbau einer Pelletheizung in einem Bestandsgebäude garantiert. Wasserführende Pelletkaminöfen werden mit mind. 2.000 Euro bezuschusst. Zusätzlich gibt es im Falle des Kesseltauschs mind. 1.200 Euro zusätzlich aus dem APEE und je nach Bundesland weitere Programme. Das DEPI informiert in seiner Förderfibel über die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten.
> Zum Infoblatt "Förderung von Pelletheizungen"